Reisebericht Klingenberger Senioren

18. September 2026

Busreise vom 10. bis 14. Juni 2026 in den Harz

Reisebericht Klingenberger Senioren

Die diesjährige Reise führte eine Klingenberger Seniorengruppe in den Harz. Schon die Anreise über die Autobahn nach Würzburg brachte ein kulinarisches Highlight, denn unser Busfahrer versorgte uns mit einem Vesper mit einer großen Auswahl an Wurst, Käse und anderen Köstlichkeiten.
Weiter ging es nach Goslar, einer der schönsten Städte im Harz und Weltkulturerbe mit alten Fachwerkhäusern sowie Resten und Toren der alten Stadtmauer. Auf dem dortigen Rathaus am wunderschönen und weitläufigen Marktplatz konnten wir das Glockenspiel erleben, in dem mit entsprechenden Figuren die Bergbaugeschichte nachgespielt wurde.

Nach einer ausgiebigen Führung mit Erklärungen der Geschichte fuhren wir zu unserem Hotel im Städtchen Wernigerode, wo wir nach einem reichhaltigen Abendessen vom Buffet den Tag ausklingen ließen. Am zweiten Tag fuhren wir vom Bahnhof Wernigerode mit der Schmalspurbahn auf den Brocken, dem höchsten Berg im Harz. Die Fahrt führte uns mitten durch die Stadt, an schönen Landschaften vorbei und über Serpentinen den Berg hinauf.

Auf dem 1.142 Meter hohen Brocken kann man im Museum die Geschichte des Brockens zu DDR-Zeiten nachvollziehen. Von hier aus wurde mit großen Abhöreinrichtungen der Westen ausspioniert, sowohl von der Stasi, als auch von russischen Soldaten. Im Tal lag die Grenze und auf dem gegenüberliegenden Wurmberg wurde anscheinend Gegenspionage der Amerikaner Richtung Osten betrieben.

Zurück in Wernigerode, haben wir eine fast zweistündige Stadtführung unternommen. Der Ort, vornehmlich mit Straßen und Wegen aus Kopfsteinpflaster, hat 32.000 Einwohner und besteht insgesamt aus alten Fachwerkhäusern, die zum großen Teil nach der Wende restauriert wurden. Am nächsten Tag ging es in den östlichen Harz nach Quedlinburg. Mit Regenschirmen bewaffnet führte uns Reiseführer Frank durch einen Stadtrundgang und erzählte von der Geschichte und Bedeutung einzelner Bauwerke.

Danach fuhren wir weiter nach Thale am Eingang des Bodetales. Zum sagenumwobenen Hexentanzplatz ging es über Stock und Stein. Es war ein typisches Touristenziel mit kleinen Souvenirläden sowie zahlreiche Lokalen, Biergärten und natürlich Ständen mit der „Thüringer Rostbratwurst“. Von einer Plattform hatten wir einen grandiosen Ausblick. Nach dem reichhaltigen Abendessen im Hotel besuchte uns die „Brockenhexe“ in der großen Kellerbar. Die bevorzugten Opfer ihres Schabernacks waren die Männer in unserer Gruppe. Es war ein lustiger und unterhaltsamer Abend.

Langsam näherten wir uns dem Ende unserer Reise. Von Thale aus fuhren wir am nächsten Tag durch den Westharz nach Braunlage vorbei am Oderteich und dem Hochspeichersee nach Clausthal-Zellerfeld mit seiner bewegenden Bergbaugeschichte. Weiter ging es nach Hahnenklee, das als Sankt Moritz des Harz gilt. Dort besichtigten wir die beeindruckende Gustav-Adolf-Kirche, eine Holzkirche im nordischen Stil. Diese ist einmalig in Deutschland und nur in Karpacz in Polen gibt es nochmal eine Kirche in der Bauart.

Am Sonntag ging es wieder in Richtung Heimat. Auf dem Weg besuchten wir eine alte Köhlerei. Nach einem Köhlerschnaps mit dem Ruf „Gut Brand“ bekamen wir eine ausführliche Vorführung und Erklärung des uralten Handwerks der Köhlerei, das aber vom Aussterben bedroht ist. Bei einer ausgedehnten Mittagspause mit Kaffee und Kuchen konnten wir gemeinsam noch einmal auf die Reise zurückblicken und freuten uns über die umsichtige Planung, die wir unserem Kurt zu verdanken haben.
Es war wieder eine schöne, erlebnisreiche und beeindruckende Reise und wir alle freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Geplant ist eine Fahrt in die Wachau nach Mariataferl hoch über der Donau in Österreich.

Unser nächstes Treffen ist der Dia-Abend am 9. Oktober 2026 um 17:00 Uhr in der Weinstube Wieder in Klingenberg.

Quelle: Leserbrief / Name der Autorin ist der Redaktion bekannt

Seeräuber Blättle - Blog 09-2026